Episode 16 | Max Michels – Gründer und CEO der digitalen Rehaklinik Caspar Health, die Patienten bei ihrem Weg in die Unabhängigkeit unterstützt

Zusammen mit mehr als 70 Rehabilitationseinrichtungen deutschlandweit, unterstützt die digitale Rehaklinik Caspar Health Patienten dabei, sich wieder eigenständig und unabhängig im Alltag zu bewegen. In Episode 16 des Podcasts interviewt Inga Bergen den CEO und Gründer Max Michels. Er erzählt, wie Idee und Name zu Caspar Health entstanden sind und wie Serviceorientierung und digitale Hilfsmittel bei besserer Versorgung und Fachkräftemangel helfen.

Max Michels

Rehabilitation bedeutet die Wiedererlangungen der Unabhängigkeit, erklärt Max Michels zu Beginn des Interviews. Ursprünglich hat er Gesundheitsökonomie studiert, um dann 2008 in das Familienunternehmen Michels Unternehmensgruppe einzusteigen und letztlich 2016 Caspar Health zu gründen. Unter anderem betreibt das Familienunternehmen Michels auch Rehabilitationskliniken. Dort traf er auf hervorragende Therapeuten und Ärzte, die den Patienten ermöglichen ihren Alltag wieder aufzunehmen. Zum Hintergrund: Eine Reha dauert in der Regel drei bis sechs Wochen in denen der Patienten fallspezifisch betreut wird. Er bekommt Übungen gezeigt und erlernt nachhaltig gesundes Verhalten. Nach diesen drei Wochen ist der Patient wieder auf sich gestellt und muss versuchen, dass Erlernte im Alltag umzusetzen.

Videoinhalte für selbständige Patienten

Für diese Zeit stehen verschiedene Nachsorgemodelle zur Verfügung. Doch 86% der Patienten können diese Angebote nicht wahrnehmen. Das liegt meist daran, dass es keine wohnortnahen Angebote gibt oder dass diese mit ihren Arbeitszeiten kollidieren. Diese Lücke schließt das Angebot von Caspar Health, berichte Max ab Minute 3:25. Caspar Health bietet eine Plattform, die Rehabilitationseinrichtungen in die Lage versetzt, Patienten digital zu betreuen – während und nach dem Reha-Aufenthalt. Unter den Kunden sind die größten deutschen Rehaeinrichtungen, die diese Plattform für ihre Patienten nutzen und weiterentwickeln können. Dafür wurden alle Inhalte angelehnt an die Rehatherapie-Standards entwickelt und für die digitale Nutzung produziert. Wie diese Inhalte aussehen und wie die App Patienten und Therapeuten gleichermaßen unterstützt, darüber sprechen Inga Bergen und Max Michels ab Minute 5:30.

Tele-Reha-Nachsorge

In der Gesundheit, so wie in allen Märkten, reicht einen gute Idee alleine nicht aus. Sie muss auch wirtschaftlich sein und Vorteile für die Kunden bringen. Dazu gibt es bei Caspar mehrere Ansätze, erzählt Max ab Minute 10:15. Wenn der Patient noch vor Ort in der stationären oder ambulanten Rehatherapie ist, wird die App als Teil der Therapie eingesetzt und wie andere Einheiten abgerechnet. Verlässt der Patient die Einrichtung, greift das Modell der Tele-Reha-Nachsorge. Diese wird immer dann eingesetzt, wenn der Patient andere Nachsorgeangebote nicht wahrnehmen kann. Obwohl Caspar Health ein digitales Angebot ist, ist immer ein Therapeut begleitend involviert. Warum das so wichtig für die Compliance ist, und in welchen anderen Bereichen Caspar Health tätig ist, sind die Themen ab Minute 14:30.

Das fehlende W-Lan

Letztlich geht es bei den Visionären der Gesundheit immer um die Person hinter der Idee oder dem Unternehmen. Daher möchte Inga Bergen mehr über die persönliche Geschichte von Max Michels erfahren. Max stammt aus einer Unternehmer-Familie, die neben Rehabilitationskliniken auch Pflegeeinrichtungen und Hotels unter dem Dach der Michels Unternehmensgruppe führt. In diesen Bereichen hat Max Erfahrungen gesammelt, insbesondere im Bereich Kundenservice, aus seiner Sicht eines der wichtigsten Themen für Rehapatienten. Warum Serviceorientierung im Gesundheitsbereich für Max ein wichtiges Kriterium für Zukunftsfähigkeit ist, und wie viel Leidenschaft für das Thema Gesundheit und Rehabilitation er mitbringt, erzählt er Inga ab Minute 21:30.

Zum Schluß des Interviews sprechen Inga Bergen und Max Michels über die Zukunft. Für Caspar Health heißt es dieses Jahr vor allem Wachstum. Waren in 2019 ca. 40.000 Patienten auf der Plattform aktiv, sollen es dieser Jahr 100.000 werden. Dabei gilt es, das Prinzip der Renten- und Pflegekassen ‚Reha vor Rente‘ bzw. ‚Reha vor Pflege’ aufzugreifen und durch digitale Angebote einen Beitrag zu leisten: um die Wiedererlangung der Unabhängigkeit und den Wiedereintritt ins Berufsleben digital und personalisiert zu unterstützen.

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