Episode 09 | Kristina Wilms

Kristina Wilms – unerschrockene Pionierin auf dem Gebiet der digitalen Lösungen für Sterbe- und Trauerbegleitung

Kristina Wilms

Sie ist eine der Pionierinnen im Bereich der digitalen Gesundheit. Vor 4 Jahren hat Kristina Wilms ihr erstes Startup im Bereich der psychischen Gesundheit gegründet. Jetzt beschäftigt sie sich mit dem Thema Tod. Mit uns spricht sie darüber, wie die Gesellschaft mit dem Tod umgeht, wie man diesen Prozess digital begleiten kann und widmet sich der Frage, was mit unserer digitalen Präsents passiert, wenn wir sterben?

Zusammen mit der Abteilung für Hospizarbeit, Palliativmedizin und Trauerbegleitung der Malteser Deutschland entwickelt Kristina eine Lösung, um Menschen im Trauerprozess zu begleiten. Dabei steht unter anderem die Frage im Fokus, wie gehen wir eigentlich in unserer Gesellschaft mit dem Tod, dem Sterben und dem Trauern um? Die Antwort darauf ist eher unbefriedigend. Unter anderem darum, weil wir keine Souveränität in der Gesellschaft haben, um über diese Themen zu sprechen, berichtet Kristina ab Minute 2:30.

Lass uns sprechen, über was ganz normales, wie den Tod.

Das Produkt an dem sie mit den Maltesern arbeitet, soll im ersten Schritt den Prozess des Trauerns aufgreifen. Konkreter wird ein digitaler Erinnerungsraum geschaffen, indem alles abgelegt werden kann, was digital abzubilden ist. Zusätzlich gibt es dort Informationen zum Prozess der Trauer, erläutert Kristina ab Minute 4:40. Trauer hat viele Facetten und viele Auswirkungen. Erinnern ist ein Teilaspekt, der mit dem Erinnerungsraum unterstützt wird. 

Die Beschäftigung mit dem Thema Tod bringt einen Aspekt immer wieder in den Vordergrund, die Menschlichkeit. Kristina erzählt ab Minute 10:00, wie in Gesprächen, die sie zum diesem Thema führt, eine ungewohnte Tiefe entsteht. In diesen Momenten spricht man mit dem Menschen hinter den Erfolgen und gesellschaftlichen Rollen. Dabei ist es ist unangenehm über dieses Thema zu sprechen. Uns mit dem Tod und der Möglichkeit zu beschäftigen, dass wir selbst oder Menschen, die wir lieben sterben werden. Das Produkt, dass Kristina mit den Maltesern entwickelt, soll auch ein Vehikel sein um darüber reden zu können. Warum das im Vorfeld aber auch bei Trauernden eine gute Unterstützung ist, hört ihr ab Minute 12:00.

Digitales sterben

Wir alle hinterlassen digitale Spuren, ob über Social Media, google oder unsere Emails. Wir sind auf viele Arte digital präsent. Doch was passiert wenn wir sterben? Was passiert zum Beispiel mit unsere Facebook Seite, unseren unzähligen Accounts und Postfächern? Eine Antwort hat Kristina darauf noch nicht parat aber ab Minute 16:20 gibt sie Einblick, wie sie und die Malteser das Thema des digitale Lebens und Sterbens in ihrem Projekt behandeln.

Im Podcast endlich. redet man über den Tod

Ab Minute 21:00 unterhalten sich Inga und Kristina darüber, wie sie zu diesem ungewöhnlichen Thema gekommen ist. Ihr erstes Startup behandelte das Thema Depression, was viele Parallelen aufweist. Sie hatte schon damals keine Angst laut und öffentlich über unangenehmen Thema zu sprechen. Die positiven Erfahrungen, die sie damals damit gemacht hat offen und ehrlich über menschliche Themen zu sprechen, begegnen ihr wieder bei der Arbeit mit Trauernden und Sterbenden.

Zum Abschluss des Gesprächs ab Minute 24:00 steht die Frage im Raum, was wir von Sterbenden und Trauernden lernen können? Die wichtigste Erkenntnis ist dabei, uns selbst zu akzeptieren und nicht immer alles auf morgen zu verschieben.

Wie immer gibt es die Episode mit Kristina Wilms direkt hier oder auf allen gängigen Podcast Plattformen. Wenn ihr mehr hören oder lesen wollte, findet ihr alle Folgen und Artikel hier.

Viel Spaß beim zuhören!

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