
Digitale Versorgung
Primärversorgung: Maximilian Waldmann, Gründer Eterno Health, und das Ärztehaus als Alternative zum MVZ
Maximilian Waldmann ist Gründer von eterno health und hat mit seinem Geschäftspartner in den vergangenen zehn Jahren zwei Exits erzielt. In Folge 65 von Visionäre der Gesundheit fragt Inga Bergen, Expertin für KI und Digital Health und eine der führenden Stimmen für die Zukunft des Gesundheitswesens, wie ein drittes Modell zwischen Einzelpraxis und MVZ den Ärztemangel in der Primärversorgung entschärfen kann. Waldmann erklärt, warum Ärzt:innen in den Hubs selbstständig bleiben und alle Umsätze behalten, während eterno Verwaltung, Software und Infrastruktur übernimmt. Er verweist auf durchschnittlich 7,4 Wochenstunden für Bürokratie und auf rund 30 Prozent geringere Kosten durch geteilte Strukturen. Außerdem hält Waldmann Architektur und Wohlbefinden für eine Voraussetzung echter Prävention. Das Gespräch reicht vom Bau der ersten Standorte in Hamburg und Frankfurt bis zur Frage, wie sich Hubs auch in ländlichen Regionen aufbauen lassen.
Warum das Thema wichtig ist
Wir bieten sozusagen alle Themen, die non-medical sind, und die Ärztinnen und Ärzte bringen alle medical Themen mit rein.
Die ambulante Versorgung in Deutschland verliert Ärztinnen und Ärzte schneller, als Nachwuchs nachkommt: Jeder dritte Arzt ist über 60, es fehlen tausende Haus- und Fachärzte, und selbst in Berlin liegen Wartezeiten bei drei Monaten. Die Folge diskutiert, ob zwischen Einzelpraxis und MVZ ein drittes Modell die Selbstständigkeit erhalten kann, wenn die Verwaltung als größter Zeitfresser ausgelagert wird, und ob sich ein solches Konzept über Großstädte hinaus in ländliche und unterversorgte Regionen übertragen lässt. Relevant ist das für niedergelassene und niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Kommunen und Bürgermeister, KVen, Gesundheitspolitikerinnen und Gesundheitspolitiker, Investoren sowie HealthTech-Gründerinnen und Gründer, die in der Primärversorgung Digital-Health-Lösungen etablieren wollen. Inga Bergen, Expertin für KI und Digital Health und eine der führenden Stimmen für die Zukunft des Gesundheitswesens, ordnet in dieser Ausgabe von Visionäre der Gesundheit ein, welche Rolle Infrastruktur, Software und Praxisarchitektur für die Attraktivität des Arztberufs und für echte Prävention spielen.
key take aways
Zentrale Erkenntnisse
Eterno Health betreibt Hubs mit etwa 15 selbstständigen Praxen pro Standort.
Ärztinnen und Ärzte investieren durchschnittlich 7,4 Stunden pro Woche in Verwaltung und Bürokratie.
Das Eterno-Modell spart Ärztinnen und Ärzten im Regelfall 30 Prozent der Praxiskosten.
Eterno ist kein MVZ, die Ärztinnen und Ärzte bleiben selbstständig und behalten 100 Prozent ihrer Umsätze.
Die ersten Eterno-Standorte entstehen in Hamburg und Frankfurt, darunter 4.000 Quadratmeter im Elbtower.
Die Gastgeberin
Inga Bergen
Expertin für Digital Health & AI I Moderator | Founder | Angel Investor
"Visionäre der Gesundheit " Gründerin Inga Bergen ist eine der promintesten Stimmen für eine menschzentrierte Digitalisierung des Gesundheitswesens. Seit 15+ Jahren an der Schnittstelle von Technologie, Medizin und Gesellschaft. Im erfolgreichen Podcast und Newsletter "Visionäre der Gesundheit" ordnet Inga die digitale und KI-Transformation des Gesundheitswesens ein.
Der Podcast
Visionäre der Gesundheit
VdR - einer der meistgehörten Health-Podcasts in Deutschland mit über 1 Mio. Streams. Wir sprechen mit Ärzt:innen, Unternehmer:innen, Forscher:innen und Entscheider:innen über Innovationen, digitale Transformation, interkulturelle Medizin und die Zukunft der Versorgung. In über 170 Folgen, beleuchtet Inga Bergen mit ihren Gästen, Perspektiven, die Mut machen – und zeigt, wie Wandel im Gesundheitswesen wirklich gelingt.
Episoden BESCHREIBUNG
Eterno Health: Wie Maximilian Waldmann Ärztehäuser nach dem Coworking-Prinzip neu denkt
Inga Bergen, Expertin für KI und Digital Health und eine der führenden Stimmen für die Zukunft des Gesundheitswesens, spricht in ihrem Podcast "Visionäre der Gesundheit" mit Maximilian Waldmann. Er ist Seriengründer, Investor und Gründer von Eterno Health. Inga Bergen hat ihn eingeladen, weil er aus der Tech-Welt kommt und Prozesse, Software und Immobilien zu einem Konzept verbindet, das sich weder als klassische Einzelpraxis noch als MVZ einordnen lässt. Seine Perspektive als Unternehmer aus einer Ärztefamilie, der das System von außen betrachtet und es dennoch gut kennt, macht die Folge besonders aufschlussreich für alle, die verstehen wollen, wie die ambulante Versorgung attraktiver werden kann.
Was ist Eterno Health und wie funktioniert das Modell?
Eterno Health baut moderne Ärztehäuser, die Medizinerinnen, Medizinern und Therapeuten als Komplettpaket zur Verfügung stehen, ähnlich wie ein Coworking Space. Die Hubs bieten Praxisfläche, Dienstleistungen und Software, während alle nichtmedizinischen Aufgaben vom Unternehmen übernommen werden.
Die Behandler bleiben dabei selbstständig und werden nicht angestellt. Sie behalten ihre medizinische Entscheidungshoheit und nach Aussage des Gründers auch sämtliche Umsätze. Pro Standort arbeiten rund zehn bis fünfzehn Praxen nebeneinander, jeweils als eigenständige kleine Unternehmen.
Worin unterscheidet sich Eterno Health von einem MVZ?
Der entscheidende Unterschied liegt im Status der Ärztinnen und Ärzte: Sie sind bei Eterno Health Selbstständige und keine Angestellten, und das Unternehmen hat ihnen gegenüber keine Weisungsbefugnis. Waldmann versteht das Modell als dritten Weg zwischen Einzelpraxis und MVZ. Das MVZ hält er ausdrücklich für berechtigt und leistungsfähig, besonders bei der Digitalisierung der Primärversorgung.
Aus der neutralen Rolle ergibt sich ein weiterer Vorteil. Weil Eterno Health selbst keine medizinischen Leistungen erbringt, lässt sich die Zusammenarbeit zwischen den Fachrichtungen leichter organisieren, ohne in die Nähe unzulässiger Zuweisung gegen Entgelt zu geraten. Waldmann beschreibt die Rolle des Unternehmens als die eines Dirigenten. Mit Politik und Selbstverwaltung führt er nach eigener Aussage einen konstruktiven Austausch.
Warum belastet die Bürokratie niedergelassene Ärzte so stark?
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verbringen laut einer zitierten Studie durchschnittlich gut sieben Stunden pro Woche mit Verwaltung und Bürokratie. Aufs Jahr gerechnet entspricht das fast sechzig Arbeitstagen, die für die Behandlung fehlen.
Hinzu kommt, dass Praxisführung, Finanzen und Digitalisierung im Medizinstudium kaum eine Rolle spielen. Einzelne Praxen müssen deshalb viele Aufgaben gleichzeitig stemmen und gegenüber großen Verbünden bestehen. Aus Sicht des Gründers ist das ein wesentlicher Grund dafür, dass die Selbstständigkeit an Attraktivität verloren hat, obwohl sie wirtschaftlich und medizinisch viel für sich hat.
Wie digitalisiert Eterno Health die Abläufe in den Praxen?
Eterno Health setzt auf eine gemeinsame Softwareplattform, die den gesamten Prozess von der Anamnese bis zur Abrechnung abdeckt. Dabei kommt zunächst klassische Digitalisierung zum Einsatz und nicht der große KI-Anspruch. Die Systeme sind so aufgebaut, dass mehrere Praxen mit getrennter Buchführung dieselbe Infrastruktur nutzen. Daten dürfen zwischen den Behandlern nur dann geteilt werden, wenn die Patienten zustimmen.
Im Alltag bedeutet das, dass Akten sofort verfügbar sind und Ultraschallbilder direkt in der Patientenakte landen. Befunde finden Patienten strukturiert an einem Ort. Zugleich entsteht eine Datengrundlage, mit der sich Behandlungsverläufe besser nachvollziehen lassen. Beim Aufbau der Software verfolgt das Unternehmen den Ansatz, Bestehendes einzukaufen und über offene Schnittstellen einzubinden, statt alles selbst zu entwickeln.
Welche wirtschaftlichen Vorteile haben Ärzte in einem Eterno Hub?
Ärztinnen und Ärzte sparen laut Waldmann im Regelfall rund dreißig Prozent der Kosten, die in einer Einzelpraxis anfallen würden. Der Grund ist die Bündelung: Statt zehnmal Empfang, Abrechnung, Praxisverwaltungssystem und Materialeinkauf zu organisieren, übernimmt eine zentrale Struktur diese Aufgaben. Auch bei Miete, medizinischem Equipment und Abrechnungsdiensten kann Eterno Health günstiger einkaufen.
Dafür teilen die Mieter sich Ressourcen, etwa den Empfang oder die Hotline. Das passt nicht zu jedem, denn manche wünschen sich alles in eigener Hand. Zielgruppe sind nach Angaben des Gründers etwa zur Hälfte jüngere und ältere Mediziner, aktuell sogar etwas mehr ältere. Für die Auswahl und den Aufbau des Netzwerks holte sich das Gründerduo erfahrene Verstärkung, darunter einen ärztlichen Leiter mit Beratungshintergrund und einen Mediziner, der in Hamburg bereits ein eigenes Medizinzentrum aufgebaut hat.
Warum spielen Design und Wohlbefinden in der Arztpraxis eine Rolle?
Eine ansprechende Umgebung kann Menschen dazu bewegen, auch ohne akute Beschwerden zur Vorsorge zu gehen, und fördert damit präventive Medizin. Waldmann argumentiert, dass kaum jemand eine veraltete Praxis aus den Achtzigerjahren freiwillig für Vorsorgetermine aufsucht. Architektur und Ästhetik sind deshalb ein fester Bestandteil des Konzepts.
Neben den medizinischen Fachrichtungen gehören Angebote wie Pilates, Yoga und Personal Training zu den Hubs. Gesundheit wird so ganzheitlich verstanden, einschließlich Bewegung, Ernährung und psychosomatischer Faktoren. Auch für das Personal soll ein schöner Arbeitsplatz entstehen, was angesichts fehlender medizinischer Fachangestellter ein wichtiger Hebel ist. Inga Bergen verweist dazu auf Beispiele aus der Klinikwelt und auf Studien, wonach ein positives Umfeld die Genesung begünstigt.
Kann Eterno Health auch gegen den Ärztemangel auf dem Land helfen?
Der Start erfolgt zwar in Großstädten, doch der Ausbau in strukturschwache und ländliche Regionen gehört laut Waldmann zu den zentralen Zielen. Die ersten Standorte entstehen in Hamburg und Frankfurt, darunter eine Fläche von rund 4.000 Quadratmetern im Elbtower. Konkrete Projekte abseits der Metropolen sind in Entwicklung, im Gespräch mit Kommunen und Bürgermeistern.
Zugleich betont der Gründer, dass der Mangel kein reines Landproblem ist. Auch in Berlin gibt es unterversorgte Stadtteile und lange Wartezeiten auf Termine. Da bundesweit viele Ärzte kurz vor dem Ruhestand stehen und Tausende Haus- und Fachärzte fehlen, plädiert er für mehr Flexibilität bei der Verteilung von Sitzen und für Modelle, die den Beruf wieder attraktiver machen.
Im Gespräch mit
TRANSKRIPT
00:14
Inga Bergen
Maximilian Waldmann ist Gründer von Eterno Halt und baut mit seinem Team moderne Full-Service-Arztshäuser, ähnlich wie ein Coworking Space von beispielsweise WeWork. Max hat schon vorher Unternehmen gegründet und aufgebaut und dabei immer Interesse an Digitalisierung und Prozessen gehabt. Mit Eterno Health will er nun den Wandel zu einer besseren Primärversorgung vorantreiben. Im Podcast stellt Max das Konzept von Eterno Health vor, das in den Hubs Infrastruktur und Service aus dem nichtmedizinischen Bereich anbietet, damit sich die ansässigen Ärzte auf ihr medizinisches Fachgebiet konzentrieren können. Er erzählt, was sie von einem MVZ unterscheidet, wie sie helfen, den Ärztemangel in Deutschland zu bekämpfen, und erklärt, wie wichtig der Feel-Good-Faktor für die Gesundheit ist. Unseren Podcast Visionäre der Gesundheit präsentieren wir euch in Kooperation mit dem Handelsblatt. Handelsblatt Inside Digital Health bietet euch das exklusive Fachbriefing zur Zukunft von Gesundheit und Pharma und unsere Podcastfolgen exklusiv vorab. Alle weiteren Informationen dazu findet ihr unter www.handelsblatt.com/inside-digital-health. Den Link und weitere Informationen findet ihr in unseren Shownotes und oder unter www.visionäre-gesundheit.de. Visionäre mit AI.
01:32
Inga Bergen
So, hallo Max!
01:34
Maximilian Waldmann
Hallo Inga!
01:36
Inga Bergen
Super, ich höre dich, du hörst mich, das ist schon mal das Wichtigste. Ich freue mich total, dass du heute mein Podcast-Gast bist. Maximilian Waldmann, du bist ja Gründer, Investor, Überzeugungstäter, kann man sagen, und seit Neuestem wirklich Gründer im Gesundheitswesen mit Eterno Health. Und was es damit auf sich hat, darüber wollen wir heute sprechen. Und auch über deine persönliche, ja, Gründungsgeschichte. Denn mit deinen jungen Jahren hast du schon jede Menge geleistet. Also ich bin immer wieder total beeindruckt, mit dir zu sprechen, und ich freue mich sehr, dass wir heute ja 45 Minuten Zeit zusammen haben und ich dich ausfragen kann.
02:18
Maximilian Waldmann
Ganz lieben Dank, Inga, freut mich auch. Und ja, bin gespannt und freue mich natürlich, dir und euch mehr zu erzählen, weil ich glaube, dass das ein Thema ist, was dann doch viele tangiert. Und deswegen bin ich froh, heute mit dir hier zu sein.
02:37
Inga Bergen
Ja, du hast mir gerade erzählt, du sitzt aktuell auf einer Baustelle, denn du bist gerade Gründer von Eterno Health. Vielleicht steigen wir da mal direkt ein. Du baust gerade. Ja, wie kann man das eigentlich beschreiben, was ihr da macht? Medizinische Versorgungszentren sind es ja nicht. Man könnte vielleicht sagen WeWork für Ärzte. Oder vielleicht erzählst du mal in deinen eigenen Worten, was für eine Baustelle das ist, wo du da gerade sitzt.
03:04
Maximilian Waldmann
Ja, gerne. Ich sitze gerade in Frankfurt auf unserer oder in unserer Baustelle. Und zwar bauen wir gerade in ganz Deutschland verteilt Ärztehäuser. Moderne Ärztehäuser, ganz vereinfacht gesagt, mit dem Unterschied, dass wir die Häuser als sozusagen Full-Service-Paket den Ärztinnen und Ärzten, aber auch Therapeutinnen und Therapeuten zur Verfügung stellen. Und du hast gerade schon den schönen Vergleich gebracht, ein WeWork für Ärzte. So sehen wir unser Modell im ersten Vergleich. Wir sind nämlich kein MVZ. Wir kriegen oftmals auch den Vergleich, Ihr seid doch wie ein MVZ, nur dass ihr kein MVZ seid. Das ist sozusagen auch der andere Vergleich. Das bedeutet, wir stellen medizinischen Leistungserbringern, Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, physische Praxisfläche in Verbindung mit Dienstleistungen und Software zur Verfügung. Und diese bleiben dennoch selbstständig. Das heißt, wir stellen keine Ärztinnen und Ärzte an, sondern sie bleiben selbstständig. Und das ermöglicht im Prinzip, dir als Ärztin eine moderne Praxis zu betreiben, sozusagen, oder zu modernen Praxis zu arbeiten, ohne dich am Ende des Tages um den Betrieb, das heißt die Organisation, die Verwaltung, die Abrechnung und so weiter kümmern zu müssen.
04:26
Inga Bergen
Ja, okay, also da können wir doch direkt mal einsteigen, weil du hast gerade schon gesagt, ihr stellt Fläche zur Verfügung, aber eben auch eine Brand, unter der das Ganze operiert, Eterno. Das ist also an jedem Standort ist das die gleiche Brand und ihr habt auch eine gewisse Philosophie dahinter. Und du hast gesagt, eine moderne, moderne Arztpraxis eigentlich. Und das beinhaltet ja total viel, dieses Konzept. Da würde ich vielleicht ganz gerne einmal einsteigen, weil das glaube ich sehr, sehr interessant ist. Vielleicht fangen wir mal mit der Marke an, die ihr da gerade aufbaut. Eterno. So wie ich das verstanden habe, geht es euch ja darum, eigentlich Gesundheit auch relativ neu zu denken und den Ärztinnen und Ärzten, denen ihr eben Fläche vermietet, auch eigentlich so ein Konzept mit zur Verfügung zu stellen.
05:17
Maximilian Waldmann
Richtig? Genau korrekt. Also ich glaube, um das Thema auch für deine Hörerinnen und Hörer ganzheitlich zu fassen, glaube ich, muss man eine Minute auf so ein bisschen das Kernproblem im Markt eingehen und dann sozusagen das Pferd so ein bisschen von hinten aufzäumen. Ich selbst komme aus einer Ärztefamilie und bin sozusagen das einzig schwarze Schaf in dem Bereich, der Einzige, der es nicht zum Doktor geschafft hat, und habe aber gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Frederik immer eine große Passion an Digital Health Unternehmen gehabt und am Ende des Tages die Digitalisierung im Gesundheitsbereich voranzutreiben. Und die Unterschiede, wenn man sich sozusagen eine traditionelle Arztpraxis anschaut zu dem, was im Digital Health Bereich als Beispiel passiert, sind doch sehr krass. Du hast auf der einen Seite Digitalisierung, und sozusagen am Ende des Tages Software-Tools, die genutzt werden, um Prozesse zu optimieren und zu vereinfachen. Und auf der anderen Seite arbeitest du mit extrem veralteten oftmals Praxisverwaltungssystemen in veralteten Strukturen. Da ist auch die Kompetenz, das Know-how der modernen Praxisführung nicht wirklich vorhanden. Hat ja auch kein Arzt, keine Ärztin gelernt, sondern sie lernen sozusagen die Arbeit am Patienten und nicht die moderne Praxisführung. Und das hat uns vor einigen Jahren dazu angehalten zu sagen, können wir nicht die Kompetenzen, die wir im Bereich Digitalisierung haben, die wir im Bereich Marketing haben, die wir im Bereich Management haben, zusammenbringen mit den Kompetenzen, die die Ärztinnen und Ärzte haben. Wir bieten sozusagen alle Themen, die non-medical sind, und die Ärztinnen und Ärzte bringen alle medical Themen mit rein. Und somit entsteht eigentlich so eine, wie wir immer sagen, perfekte Symbiose, dass du dich wirklich auf das fokussieren kannst, was du gelernt hast.
07:10
Inga Bergen
Ja, und du sagst gerade schon, also diese Protestkompetenz, diese, also wie führe ich eigentlich eine moderne Praxis? Wie stelle ich das unternehmerisch auf? Wie entwickle ich so ein Konzept? Das ist etwas, das kommt eigentlich im Studium nicht so, ja, nicht so richtig vor. Das muss man sich, wenn man sich dann niederlassen will in diesem sehr, sagen wir, unique System in Deutschland, dann hinterher aneignen. Und du hast ja gesagt, man muss so ein bisschen den Blick auf das große Ganze richten. Und da gibt es gerade in Deutschland oft die Diskussion, es stehen so viele Praxissitze zum Verkauf wie noch nie. Genauso viele Apotheken auch im Moment, weil diese Anforderungen, glaube ich, für viele nicht mehr so zeitgemäß sind. Also dieser Arztberuf, wo man wirklich 80 Stunden die Woche eine eigene Praxis führt als Einzelunternehmer, also quasi als eierlegende Wollmilchsau. So kann man das ja fast beschreiben. Das ist für viele eine gute Beschreibung. Ja, ist für viele nicht mehr so attraktiv. Und jetzt, was ich so interessant finde bei euch, es gibt ja ganz unterschiedliche Ansätze. Also es gibt einmal MVZ, die stellen dann Ärztinnen und Ärzte an, da geht man quasi als Angestellter rein. Ihr macht es ja genau anders. Ihr sagt, wir stellen eine Infrastruktur bereit, wir optimieren Prozesse, wir digitalisieren das, wir bauen eine Brand. Aber dann kommen Ärztinnen und Ärzte und bringen eben ihren eigenen Praxissitz mit. Warum habt ihr euch für diesen Weg entschieden?
08:43
Maximilian Waldmann
Also du hast das ganz schön beschrieben. Wir sehen Eterno so ein bisschen als drittes Modell, sozusagen die Einzelpraxis versus eines MVZs und dann sozusagen die Eterno. Eigentlich aus den von dir vorher beschriebenen Gründen. Wir glauben ganz, ganz stark, dass der Rückgang der Selbstständigkeit der Ärztinnen und Ärzte, dass er in den letzten Jahren sozusagen ganz, ganz stark zurückgegangen ist, ist nicht unbedingt dahin zurückzuführen, dass die Ärztinnen und Ärzte kein Interesse haben, selbstständig zu sein. Ich glaube, sozusagen rein auf der monetären Basis macht die Selbstständigkeit viel mehr Sinn. Und die Selbstständigkeit macht auch mehr Sinn, was sozusagen die gesamtheitliche medizinische Performance anbringt. Also es gibt diverse Studien, die sich sozusagen mit dem Thema beschäftigen, wie viel mehr Leistung kann sozusagen in der Selbstständigkeit erbracht werden, wenn sozusagen nochmal eine höhere Motivation gegebenenfalls da ist. Das Entscheidende für uns ist, wenn wir uns das Thema Anstellung versus Selbstständigkeit angucken, ist, dass viele einfach sagen, die Komplexität, diese, du hast gesagt, die eierlegende Wollmilchsau, die du heute an den Tag legen muss. Die Zeit, die du investieren musst, eine eigene Praxis zu führen, ist immens. Also wir reden, ich glaube, die letzte Studie hat ergeben, 7,4 Stunden pro Woche investieren die Ärztinnen und Ärzte in Verwaltung und Bürokratie. Wenn du das hochrechnest, sind das irgendwie fast 60 Tage Arbeitstage im Jahr, die du in Verwaltung und Bürokratie steckst.
10:14
Inga Bergen
Ja, okay, wenn du das dann durch 7 Minuten teilst, dann sind das wie viel Patienten? Also das ist dann ja schon eine Menge, ne?
10:20
Maximilian Waldmann
Genau, und du kommst einfach auf eine unglaublich große Anzahl oder eine unglaublich große Komplexität, die du bewältigen musst. Und wir sehen, dass die Mediziner immer besser ausgebildet werden und die Medizin wird auch komplexer, aber es ist dennoch so, dass diese ganzen Themen, eben Verwaltung, Digitalisierung, Administration, Praxisführung, wie baue ich auch das von der finanziellen Seite richtig auf, ist was, was lernst du im Studium nicht. Und es ist natürlich schwierig für den einzelnen Arzt, für die einzelne Ärztin, gegen ein großes MVZ jetzt als Beispiel oder einen größeren Verbund wettbewerbsfähig zu bleiben. Weil wie willst du das als eigene Praxis, als, ich sag mal, Solo-Entrepreneur, indem du alleine bist, musst du irgendwie zig Bälle in der Luft halten, wie willst du das stemmen? Und deshalb sagen wir, wir glauben, dass das MVZ eine absolute Daseinsberechtigung hat. Wir glauben ganz, ganz stark, dass eben insbesondere die Primärversorgung signifikant besser digitalisiert werden muss. Dazu bringen die MVZs eine super Leistung, aber wir glauben eben auch, dass es eben noch ein drittes Modell neben der Selbstständigkeit und dem MVZ geben muss. Und das ist sozusagen die Selbstständigkeit in einem Modell, in dem aber alle nichtmedizinischen Leistungen von einem kompetenten Partner übernommen werden und es im Prinzip ein Joint Venture gibt, in dem man gemeinsam versucht, die beste Primärversorgung zu machen und man dennoch selbstständig bleibt und 100% der Umsätze mit nach Hause nimmt.
11:48
Inga Bergen
Ja, da müssen die euch, die KVen, ja lieben, oder? Weil das ist ja so, mit, also habe ich manchmal den Eindruck, dass die, sagen wir, sehr, wie kann man das jetzt politisch korrekt formulieren, also sehr stark nach ihrer neuen Rolle suchen und auch irgendwie vielleicht so ein bisschen vermeiden wollen, eigentlich in die Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Also so ganz hart ausgedrückt. Und Und ein Thema ist ja immer wieder so, ja, MVZs sind oder werden oft als schwierig betrachtet, weil man ja in so einem MVZ auch so total durchoptimieren kann auf Abrechnungsoptimierung und das so ja als etwas vielleicht Schlechtes fürs Gesundheitssystem bewertet wird. Und bei euch ist das ja komplett anders. Ihr lasst ja eigentlich die Entscheidungshoheit bei den Ärztinnen und Ärzten, was die machen oder nicht. Also wie ist die Resonanz aus dem klassisch organisierten Gesundheitssystem mit KVen so?
12:51
Maximilian Waldmann
Also erstmal, wie du sagst, ist es wichtig, dass die Selbstständigkeit komplett bei den Ärztinnen und Ärzten bleibt. Das heißt, wir sind oder die Ärztinnen und Ärzte sind nicht durch uns weisungsbefugt, sondern wir haben eine sehr neutrale Stellung. Diese neutrale Stellung ermöglicht uns einfach, bestimmte Prozesse auch optimaler zu steuern, weil wir sozusagen nicht in die Problematik kommen, eine der großen Themen ist die Zuweisung gegen Entgelt. Es ist super schwierig, zwischen den Ärzten eine gute Kollaboration herzustellen, wenn du sozusagen immer mit einem Fuß schon in einem Straftatbestand stehst, weil du sozusagen natürlich wirklich aufpassen musst, wo gehst du hin, wie optimierst du sozusagen gegebenenfalls Patientenlaufstrecken und unterstützt deine Patientinnen und Patienten dabei, zu einer besseren Gesundheitsversorgung zu kommen. Das muss man denen mal wieder sagen. Am Ende des Tages sind ja viele der Themen, lassen sich ja nicht in 7 Minuten bearbeiten und gegebenenfalls nicht von einem Fachbereich, sondern wir glauben einfach ganz stark, dass du insbesondere die Primärversorgung holistischer sehen musst, das heißt verschiedene Spezialisten unter einem Dach auch zusammenbringen musst und deshalb sind wir, zurück zu deiner Frage, als neutraler Player natürlich in einer guten Position, ein bisschen mehr Dirigent zu spielen und eben nicht in diese Problematik zu kommen und auch sozusagen nicht in diese Leistungserbringung. Ob die KVen uns lieben, das ist, glaube ich, zu viel gesagt, aber wir haben sehr positiven Austausch mit der Politik. Wir glauben, dass wenn du die Selbstständigkeit fördern möchtest, du eine gute Alternative brauchst. Und ich glaube, dass die Aufgabe, vor denen die Gesundheitspolitik jetzt steht, die sind immens. Ich meine, wir reden davon, dass jeder dritte Arzt ist über 60, es fehlen 5 6.000 Fachärzte, es fehlen 3.000 Hausärzte. Der Job des Arztes ist nicht mehr so attraktiv, wie er früher war. Wir haben uns neulich für eine Präsentation die Überschrift der Medical Tribune aus 2001 angeguckt. Da stand groß drauf: 9.500 arbeitslose Ärzte in 20 Jahren, also in 2021. Kommen ja aus einem System, wo es sozusagen einen Ärzteüberschuss gab und künstlich versucht wurde, Das Thema Arztsein zu reduzieren. Die Ärzte wurden in die Wirtschaft gebracht und jetzt sozusagen steht man natürlich am Ende des Tages ein Stück weit vor einem hausgemachten Problem. Dazu kommen natürlich noch andere, ich sage mal, makroökonomische Faktoren. Deswegen ist die Aufgabe, die natürlich vor der KV, den Kammern, der Gesundheitspolitik steht, immens. Und deshalb haben wir da zurzeit auch sehr konstruktiven Austausch mit verschiedenen Stellen und glauben einfach ein Stück weit, die Medizin attraktiver machen zu können, indem wir eben viel Last und viel Risiko am Ende des Tages auch von den Schultern der Ärztinnen und Ärzte nehmen.
15:43
Inga Bergen
Was ihr aber macht, ist, ihr fokussiert euch natürlich schon auf Standorte mit Internum, wo jetzt der Ärztemangel nicht so signifikant ist. Das sind ja jetzt hauptsächlich Großstädte, wo ihr startet. Oder habt ihr auch irgendwo in Brandenburg oder im Schwarzwald, auf dem Plattenland vor zu gründen und euer Konzept auch aufzubauen?
16:05
Maximilian Waldmann
Wir haben in Deutschland 40.000 Arztpraxen. Wir starten jetzt, die ersten Standorte sind in Hamburg und Frankfurt. Wir müssen irgendwo starten. Und es ist natürlich, es würde jeder Unternehmer so tun, du startest natürlich dort, wo es für dich erst mal am einfachsten ist, Meter zu machen, das Modell unter Beweis zu stellen und natürlich auch selbst zu lernen. Uns ist aber auch klar, dass die 1 bis 9 Städte nur so viel Kapazitäten bieten. Das heißt, für uns ist natürlich das Wachstum in push-schwache Regionen, in ländliche Regionen ganz zentrales Thema, absolut. Und wir haben zurzeit auch einige ganz konkrete Projekte in Entwicklung. Wir reden ganz, ganz stark mit Kommunen, mit Bürgermeistern. Wir gucken eben gemeinsam mit der Politik vor Ort, was wir machen können, wie können wir dort die Situation optimieren. Und deshalb ist das für uns ein ganz zentrales Thema. Aber Weißt du, Inga, am Ende des Tages ist dieses Thema Ärztemangel nicht nur ein Thema, was du auf dem Land hast. Wenn du dir heute die Strukturen innerhalb von Berlin anschaust, dann wirst du auch ganz klar sehen, dass es Bereiche innerhalb von Berlin gibt, die extrem schwach mit Ärztinnen und Ärzten besetzt sind. Und ich glaube, da muss auch so ein gesamter Wandel oder gesamtes Umdenken stattfinden. Ich glaube, dieses Thema Hausarzt, mit dieser Art nah am Haus, an jeder Ecke, das ist ja sowieso schon großteils verschwunden. Lustigerweise in den Fachbereichen bist du ja auch bereit, vom einen Ende der Stadt zum anderen Ende zu fahren. Also wenn du zu einem guten Orthopäden fährst, dann hast du kein Problem, von Prenzlauer Berg nach Kreuzberg zu fahren. Nur sozusagen bei dem Hausarzt ist die Perspektive, dass der sozusagen sich in deinem direkten Umfeld befindet. Muss. Und wir glauben, dass diese Konsolidierung oder diese Verdichtung der Leistungserbringer in verschiedenen Orten ist ja auch ein Zeichen. Das ist ein Zeichen, dass die Ärztinnen und Ärzte sagen, dort möchte ich mich sozusagen niederlassen, dort ist für mich die Infrastruktur, die Umstände, die Immobilie ist für mich optimal. Und ich glaube, in einem Markt, wo wir momentan mit, wie gesagt, jedem dritten Arzt über 60 und tausenden fehlenden Ärzten im System arbeiten müssen, müssen wir uns ein Stück weit frei machen von diesem starren Sitzen und dieser sehr politisch starren Vergabe hin zu mehr Flexibilität. Und da sozusagen muss es auch innerhalb von den großen 1- bis 9-Städten geguckt werden, dass du die Primärversorgung optimal abwickeln kannst. Weil auch in Berlin wartest du auf Arzttermine 3 Monate. Also das hat nicht nur was mit ländlichen Themen zu tun.
18:47
Inga Bergen
Ja, was, was ich auch so interessant finde an euch, also wenn man, kann jetzt jeder mal draufgehen auf eterno.health, also eure Webseite, dann ist das alles so extrem cool. Ihr nennt das Hubs, ihr habt auch andere Therapeuten mit am Start, also nicht nur Ärztinnen und Ärzte, und, und ihr sagt auch, ihr wollt hin zu einer ganzheitlicheren, präventiveren Medizin mit dem Konzept. Und das finde ich interessant, weil ihr ja quasi ja die Brand eigentlich gleich mitliefert für die Ärztinnen und Ärzte, die sich jetzt bei euch einmieten. Also da ist ja schon so ein gewisses, ich weiß jetzt nicht, Lebensgefühl, soll da schon mit auch transportiert sein.
19:31
Maximilian Waldmann
Du hast ein ganz, ganz wichtiges Thema angesprochen. Das ist das Thema Prävention, das Thema ganzheitliche Medizin. Jetzt, wenn wir mal für eine Sekunde die Ärztinnen und Ärzte außer Betracht lassen, uns auf die Patienten fokussieren, gerade wenn es ums Thema Prävention geht, ist unsere Sicht auf die Dinge die, dass es muss eine präventivere Medizin stattfinden. Die Frage ist nur, das zu sagen und dann als Patient auch präventiver zu leben und präventivere Entscheidungen zu treffen, sind ja noch mal zwei verschiedene Paar Schuhe. Wenn ich heute in eine, ich sag bewusst, alte Praxis reingehe, die sich wahrscheinlich seit den 80er, 90er Jahren nicht geändert hat, dann frage ich dich, gehst du dahin an einem sonnigen Tag, wo es dir gut geht und wo du keine Symptome hast, damit du sozusagen präventive, prophylaktische Untersuchungen durchführen kannst? Wahrscheinlich nicht. Und deswegen ist für uns dieses Thema, du hast jetzt ein Lebensgefühl, Lifestyle, hast du es formuliert, ist natürlich für uns dieses Thema Ganz einfach, sozusagen auch Architektur, Design, Ästhetik, wie kommt die Praxis rüber, ist für uns ganz, ganz wichtig, erst mal, um nicht nur die rein symptomatische Medizin zu haben, sondern um auch zu sagen, wie kann man ein präventiveres Angebot schaffen. Deshalb ergänzen wir eben auch die, ich sag mal, harten medizinischen Leistungen vom Allgemeinen, Gyn, Derma, Cardio, Ortho, um Themen wie Pilates, wie Yoga, wie Personal Training, weil wir sagen, wenn du das gesamtheitlich wirklich sehen möchtest, dann gehören diese Bausteine eben dazu. Und das ist sozusagen, ja, Sicht auf die Prävention, mit dem wir die Ärztinnen und Ärzte unterstützen können, dass die Patientinnen und Patienten präventiver behandelt werden oder auch ein präventiveres Leben leben. Und für die Leistungserbringer selbst ist es natürlich so, dass das ein schöneres Arbeitsumfeld schafft. Mir ist immer, ich verstehe immer nicht, wenn ich mir einen, ich weiß nicht, jemanden angucke, der bei irgendeinem großen FMCG, L'Oréal, im Marketing arbeitet. Das sind die wunderschönsten Büros, es ist tipptopp. Wenn du bei irgendeiner Bank arbeitest, bist du im schönsten Tower in Frankfurt. Und wenn du 6, 7 Jahre, länger auch noch, als Ärztin, als Arzt gelernt hast, aus der Klinik rauskommst, dann gehst du in irgendeine oftmals Hinterhofpraxis. Das kann doch nicht sozusagen, so kann doch Gesundheit in Deutschland nicht funktionieren. Das geht doch nicht. Das ist doch ein Fehler im System. Und deswegen siehst du auch die Problematik. Es fehlen an allen Ecken und Enden MFAs. Leute zu finden, die sagen, ich finde den Praxisberuf attraktiv, ist wahnsinnig schwierig. Ich meine, das ist ja der Grund, warum du so einen Rückgang auch im Job hast. Und das führt natürlich alles sozusagen dazu, das zu katalysieren.
22:21
Inga Bergen
Das ist schon extrem spannend. Also das, was du sagst, ist, ihr legt total viel Wert auf diesen diesen Feelgood-Faktor. Und das ist etwas, was in der Medizin oft nicht so stattfindet, weil da irgendwie nicht der Raum dafür da ist. Ich finde es so spannend. Ich hatte mit David Hugenties eine Podcastfolge, der ja die Waldklinik, nennt er das, in Eisenberg macht, in Thüringen. Und das ist auch so ein kommunales Krankenhaus. Und das hat er halt wirklich wie so ein 4-Sterne-Hotel aufgebaut. Und die Patienten, die rennen ihm da die Bude ein und die Ärzte glaube ich auch, weil es ja einfach irgendwie etwas vernachlässigt, was wir so gar nicht betrachten in der Medizin. Also wie fühlt man sich eigentlich, wenn man in eine Arztpraxis geht? Fühlt man sich krank? Oder es gibt ja auch wirklich Studien dazu, dass wenn man aus dem Krankenzimmer auf einen Baum schaut, dass man dann schneller gesund wird oder weniger Schmerzen verspürt. Spürt. Also da gibt es ja tatsächlich auch harte Untersuchungen zu, die belegen, dass das eben einen Effekt hat. Und also mich holst du damit total ab, weil das Thema Gesundheit sollte ja eigentlich auch ein positiv besetztes Thema sein. Und es bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man auf einem wackligen Stuhl in einer Praxis sitzt, wo die Tapete von den Wänden kommt.
23:43
Maximilian Waldmann
Und Inga, wie viele Themen sind— ich meine, du kennst das, du beschäftigst dich länger mit den, mit den ganzen Themen— wie viele Themen sind psychosomatisch? Was sind Du hast so viele Faktoren, die auf das Thema Gesundheit, auf das Thema Wohlbefinden einzahlen, und es ist eben nicht eindimensional, und es ist nicht irgendwie nur das verschriebene Medikament vom Arzt oder die eine Handbewegung, die gemacht wird, und das Einrenken, sondern es ist eine Veränderung von deinem Leben. Es geht ums Thema Bewegung, es geht ums Thema Ernährung, es geht ums Thema, aber auch wie du gerade gesagt hast, Wohlbefinden, und das hat Es gibt doch keinen Bereich, der mehr Einfluss auf dich, auf das Leben hat als die Gesundheit. Und gerade in der Gesundheit hat das Thema Wohlbefinden nur eine untergeordnete Rolle, was total verrückt ist, weil es in jeder Bank inzwischen ein zentrales Thema ist und man sagt, ich muss gucken, dass ich einen Feelgood-Manager einstelle und dass es den Mitarbeitern gut geht. Und ich bin noch nicht mal sozusagen bei den Mitarbeitern, da wollte ich ja gerade zu kommen, da noch mal im Detail. Aber ich bin jetzt nur bei den Patienten. Also bei den Kunden, dass die sich wohlfühlen, ist doch schon ein ganz zentrales Thema. Und dann eben, wie gesagt, gerade auch für die Mitarbeiter ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen, ein Umfeld zu schaffen, auf das man stolz ist, wo man gerne hingeht, was den Beruf auch in einem anderen Erscheinungsbild darstellen lässt. Und da ist natürlich die Architektur, das Design eine Komponente. Aber die andere Komponente sind, wie gesagt, diese 7,4 Stunden, die ich irgendwelche Akten durchwälzen muss und mit denen ich mich um Verwaltung und Bürokratie kümmern muss. Und das ist natürlich nicht das, wieso du angefangen hast, Ärztin zu werden, wieso du in der Klinik viele Jahre Gas gegeben hast. Sicherlich nicht, um am Ende des Tages irgendwelche Abrechnungen durchzuarbeiten. Und deshalb ist aus unserer Sicht eben diese Kombination aus einer ästhetischen Fläche, aus moderner Software, die mich unterstützt in den Prozessen, und als dritte Komponente eben die Dienstleistung und sozusagen das erweiterte Angebot, um den Patienten eben abzudecken, um von der Anamnese bis zur Abrechnung zu sagen, ich habe einen Partner, der sich um BTM kümmert, und ich kann mich wirklich auf den Patienten, auf die Behandlung fokussieren.
26:02
Inga Bergen
Da würde ich ganz gerne noch mal nachfragen, weil du sagst halt Prozess, also dieses Thema Prozesse ist super wichtig, und auch einfach Bürokratie zu vermeiden, oder eben den Arbeitsaufwand, der dadurch entsteht, auch durch Abrechnung, also den ganzen Papierkram, das zu minimieren. Und das löst ihr ja, wenn ich das richtig verstehe, über digitale Prozesse, die ihr zur Verfügung stellt. Wie kann man sich das genau vorstellen bei den ersten Praxen, wo ihr das anbietet?
26:32
Maximilian Waldmann
Also wir haben, als wir gestartet sind vor 3 Jahren, die Komplexität gehabt, und die haben wir heute noch, dass wir natürlich verschiedene, wie du gerade gesagt hast, Fachbereiche unter einem Dach haben. Das bedeutet, das PVS-System, welches wir in den Praxen einsetzen, wird nicht nur sozusagen für, ich sag jetzt mal, eine Praxis oder ein MVZ genutzt, sondern in einem unserer Standorte, wir nennen die Hubs, in einem unserer Hubs findest du ungefähr 15 verschiedene Praxen, die sozusagen nebeneinander mit einzelnen Rechnungsbüchern, mit sozusagen einzelnen kleinen Unternehmen nebeneinander aufgesetzt sind, aber dennoch dort, wo der Patient zustimmt, dort, wo es das Einverständnis des Patienten gibt, die Daten zwischen den Behandlern geteilt werden dürfen und sollen. Und das ist natürlich eine enorme Komplexität, eine enorme Anforderung an das Produkt, an die IT. Und das ermöglicht aber auch, dass du Prozesse und Abläufe optimieren kannst. Das bedeutet, dass wenn der Patient da ist, dass ich nicht erst irgendwie den Leitz-Ordner durchwälzen muss und mir die Akte raussuchen, sondern dass dass die Akte natürlich irgendwie sofort vorhanden ist. Das bedeutet, dass wenn ich ein Sono-Gerät benutze und ich einen Ultraschall durchgeführt habe, ich nicht mit dem USB-Stick das Bild vom Gerät auf den Computer ziehen muss, sondern das direkt in der Patientenakte des Patienten ist. Das bedeutet, dass ich nach der Behandlung als Patient in meine elektronische Patientenakte reingehen kann und die Befunde an einem Ort strukturiert finde. Und diese Optimierung durch Digitalisierung Erlaubt natürlich zum einen die Arbeitsabläufe zu verbessern, aber zum anderen, und das ist am Ende des Tages ganz entscheidend, eine gewisse Datengrundlage natürlich zu haben für die Behandler, aber auch für die Patienten, um die Gesundheit zu optimieren. Wir sagen immer: You can't manage what you can't measure. Du brauchst die Daten, du brauchst die Grundlage, um zu verstehen, wie hat sich der Zustand eines Patienten verändert. Mein Beispiel ist immer, wenn du mit einem Auto in die Waschanlage oder in die Waschanlage von Nikolaus sagen, zum Reifenwechsel fährst, ziehen die ein Gigabyte an Daten raus und werten dein Auto aus. Es gibt über die Patientinnen und Patienten fast keine Datengrundlage, und deshalb nutzen wir natürlich moderne Diagnostik. Wir nutzen aber auch, sagen, die Automatisierungsschritte, die du mit Software eben durchführen kannst. Ich will nicht sagen KI, KI hört sich direkt irgendwie immer sehr, sehr fancy und abgespaced an. Wirklich im ersten Schritt sehr klassische Digitalisierung der Prozesse und Abläufe, um eine bessere Datengrundlage zu haben für die Behandlung, um datenbasierte bessere Entscheidungen zu treffen und aber auch um die Arbeitslast von den Schultern der Ärztinnen und Ärzte zu nehmen.
29:19
Inga Bergen
Was ich da jetzt total spannend finde, ist, also ihr habt ja, das ist ja wahnsinnig komplex, ne? Also ihr baut richtig physische Orte, ihr habt Ärztinnen und Ärzte, die ihr da anstellt. Ihr habt keine Weisungsbefugnis, ihr wollt aber trotzdem eine Qualität gewährleisten. Das heißt, ihr müsst ja irgendwie das sicherstellen, dass die alle ein ähnliches Mindset haben, ähnliche Haltung. Und ihr habt das ganze Thema Software, Prozesse. Also das ist ein riesen fettes dickes Brett, was ihr da baut. Wie finanziert ihr das Ganze? Also wir kommen jetzt auch noch mal gleich zu deinem Hintergrund, weil du bist ja tatsächlich nicht nur Gründer, also nicht nur in Anführungsstrichen, sondern du bist Investor. Du hast auch schon gegründet in einem ganz anderen Bereich, hast schon mal einen erfolgreichen Exit gemacht und investierst in andere Unternehmen. Hast auch, ich glaube, mit Maverick Founders heißt da dein Vehikel. Da seid ihr auch bei Selfapy investiert, wenn ich richtig informiert bin. Und ja, also wie stemmt ihr das? Also dieses riesenfette dicke Brett?
30:24
Maximilian Waldmann
Also es ist wirklich, und das muss man sagen, es ist ein richtig fettes Brett. Du hast jetzt so ein paar Punkte oder ein paar Fragen gefragt. Ich versuche, die der Reihe nach zu beantworten. Wir werden oftmals, wenn wir unser Modell vorstellen und sagen, wir bieten eben eine moderne Praxisgemeinschaft an und bieten dieses Modell an, dass wir den Ärztinnen und Ärzten die Last abnehmen, dann kommt oftmals die Antwort: Ist ja mega cool, warum gab es das Warum gab es das vorher nicht schon? Das ist natürlich mega, das macht ja total viel Sinn. Also wir haben uns jetzt gar nicht heute über die Wirtschaftlichkeit unterhalten, aber mit dem Modell sparen wir den Ärzten im Regelfall 30% der Kosten ein, die sie sonst in der Einzelpraxis haben. Es sind eigentlich total viele Gründe, warum man sagt, wow, das ist ja super, warum gab es das nicht vorher schon? Ich glaube, der Grund ist recht einfach. Der Grund ist, es ist ein wirklich verdammt dickes Brett. Es ist ein dickes Brett, weil du wirklich viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten musst. Wir kommen nicht aus dem Immobilienbereich, wir hatten vom Thema Bauen keine Ahnung, wir mussten uns wirklich das Thema Bauen selbst beibringen. Die ersten Verhandlungen, die waren sehr amateurhaft und sehr viel Hin und Her. Inzwischen wissen wir, glaube ich, was wir da machen, aber es hat auch seine Zeit gedauert. Das heißt, wir müssen Flächen umbauen. Wir haben ein internes Architekturbüro, Architekten und Bauteam. Gehen wirklich durch alle Leistungsphasen durch und bauen Flächen 2.000 bis 4.000 Quadratmeter um. Wir haben vor jetzt, glaube ich, 3, 4 Tagen hat die Bild-Zeitung die News rausgegeben, dass wir 4.000 Quadratmeter im Elbtower in Hamburg angemietet haben. Das ist ein Monsterprojekt, auch bautechnisch hochkomplex. Also das ist so, das ist der eine Teil. Wo wir auch sehen, dass wenn du diese Ästhetik, die wir vorhin besprochen haben, wenn du dieses Feel Good hinbekommen brauchst du da einfach eine gute Kompetenz. Das heißt, die haben wir intern versucht aufzubauen. Das Zweite ist das Thema Software. Das ist so, dass der Hintergrund von Fredo und mir, meinem Geschäftspartner Fredo und ich, wir machen alles zusammen. Wir sind beste Freunde, gegenseitige Trauzeugen, Patenautor von meinem Sohn. Also wir sind da sehr tief verbandelt, haben die letzten 10 Jahre gemeinsam Unternehmen aufgebaut, haben 2 Exits gehabt und kommen eigentlich aus dem starken Softwarebereich und haben da eigentlich unser Zuhause. Also kennen dieses Thema komplexe Infrastruktur und Software ganz gut. Aber auch das sozusagen ist halt kein First-Time-Founder-Thema, wo man sagt, okay, man geht erstmal an und versucht, diese wirklich komplexe Infrastruktur in einem noch komplexeren Umfeld, nämlich sozusagen Gesundheitsdaten, umzusetzen. Das heißt, da ist unsere Unternehmensstrategie ganz klar buy before build. Wir arbeiten mit mit verschiedenen Unternehmen, Startups, Anbietern zusammen, kaufen Software ein, bringen die auf unsere Plattform drauf, gucken, dass wir eigentlich dieses Betriebssystem, was wir aufgebaut haben in den Flächen, dass wir das mit verschiedenen Leistungen oder um verschiedene Leistungen ergänzen können. Das heißt, wir haben da eine offene API-Strategie und sagen, alles, was wir mit draufnehmen können, sozusagen in dieser Value Chain von Anamnese bis Abrechnung, den Prozess optimiert, Das nehmen wir mit an Bord. Das ist sozusagen dieser Teil Software. Und dann ist im dritten Teil der Teil Dekoration der Ärztinnen und Ärzte. Und das ist, wie du sagst, es ist schwierig. Es ist kein einfaches Thema. Ich glaube, jeder, der in dem Gesundheitsbereich unterwegs ist, weiß, dass es sicherlich eines der komplexesten Themen ist. Wir haben zwei Sachen gemacht. Wir haben uns einmal gute Leute an Bord geholt. Timo Rodi ist unser ärztlicher Leiter. Arzt, war dann länger bei McKinsey, kennt das Thema auch aus seiner aus seiner eigenen Geschichte heraus ganz gut, trifft auf Philipp Katala, der das LANS Medicum in Hamburg aufgebaut hat, ehemaliger Teamarzt beim HSV, der sozusagen auch natürlich das ganze Arztthema und Netzwerkthema sehr gut kennt, mit dem man natürlich auch sich anguckt, wie kuratiert man, was sind die Kriterien.
34:22
Inga Bergen
Also ihr macht das nicht alleine?
34:24
Maximilian Waldmann
Ja, wir machen das nicht alleine, und da tritt im Grunde der Fabian Blank, auch einer der Gründer von vom Gründungsteam von Vivira, als DIGA 13 Jahre lang McKinsey-Partner, viel im Healthcare-Bereich gemacht, selbst Reha-Kliniken betrieben. Also wir haben versucht, wirklich da so die verschiedenen Kompetenzen zusammenzubringen. Und dennoch geht es uns natürlich darum, auch mit dieser Softwarenote, mit der Architekturnote natürlich auch eine Strahlwirkung nach außen zu haben und zu sagen, das bieten wir euch an, liebe Ärztinnen und Ärzte. Und da gibt es die einen, die ganz klar sagen, och nee, das wollen wir gar nicht, das ist uns alles zu modern, das ist alles zu digital, das ist nicht unser Ding. Und die nächsten, die sagen, nee, ich möchte lieber angestellt sein. Die Selbstständigkeit ist nichts für mich. Und so fügt sich das eigentlich ganz gut, dass am Ende des Tages wir mit sowohl Jüngeren als auch Älteren, also man kann wirklich sagen, wir haben einen sehr guten Fifty-Fifty-Split, ehrlicherweise gerade sogar mehr ältere Ärzte als jüngere Ärzte an Bord, die sagen, wir verstehen das, das ist ein cooles Ding, übernehmt alle Non-Medical-Themen und wir halten den Rücken frei. Und das zu deinem ersten Teil der Frage.
35:29
Inga Bergen
Du sagst, sagst, das ist ein Thema, das geht nur, wenn man schon total viel Erfahrung hat, und das geht auch nur in Kooperation mit ganz vielen Leuten, die on top of their game sind, also die das wirklich verstehen. Und das, das ist ja, wenn du jetzt sagst, du bist mit deinem Co-Founder 10 Jahre schon am Gründen und Zusammenarbeiten, dann fällt das ja schon mal weg. Aber ich will da noch mal einhaken, weil du hast jetzt eben über die wirtschaftlichen Metriken auch kurz gesprochen. Das heißt, ihr spart 30% der Zeit ein oder der Kosten für die Ärztinnen und Ärzte? Oder was ist da euer Wertversprechen? Warum soll jemand bei euch sich einmieten? Also jetzt natürlich davon abgesehen, dass das alles super schön ist, toller Standort und so weiter. Das finde ich auch noch mal gerade spannend.
36:15
Maximilian Waldmann
Klar. Also unser Wertversprechen ist einfach, wenn du dir 10 Praxen nimmst, Einfach mal als Zahl, das so der Durchschnitt, den wir 10 bis 15 Praxen, die wir pro Standort haben, also einzelne Ärzte, die nebeneinander arbeiten. Da hättest du im Regelfall 10-mal Empfang, 10-mal Abrechnung, 10-mal PVS, 10-mal Einkauf von Verbrauchsmaterial, 10-mal irgendwie Anamnese-Software. Es ist natürlich im Grunde genommen, kann das auch konsolidiert werden und kann über eine zentrale Funktion abgewickelt werden. Und es gibt sozusagen dann auch natürlich standortübergreifend Funktionen, die noch mal weiter zentralisiert werden können. Abrechnung, Callcenter, verschiedene Softwareleistungen. Und in diesem Zusammenhang sehen wir einfach, dass wir auch günstiger einkaufen können als die Ärztinnen und Ärzte. Also nicht nur, was jetzt den Nitrilhandschuh angeht, sondern eben auch, was natürlich Miete angeht, medizinisches Equipment, Sonogeräte, Abrechnungsleistung, Factoring-Leistung. Und damit gehen wir hin und sagen, wenn du als Arzt im Regelfall deinen Kostenblock hast, sparen wir dir 30% von diesen Kosten ein, und wir bieten dir aber dennoch ein Produkt, was im Regelfall ja signifikant besser ist als deine Einzelpraxis, weil es sozusagen deutlich moderner und deutlich effizienter ist. Aber natürlich, und das muss man immer sagen, du teilst dir natürlich die Infrastruktur. Du hast nicht deinen eigenen Empfang, du hast nicht deine eigene Abrechnungsdame, du hast Du hast nicht deine eigene Hotline. Und das ist, was ich vorhin meinte. Du hast natürlich den einen Arzt, der sagt, ich will das aber alles alleine haben. Und der nächste sagt, ja gut, das ist sowieso für mich quasi ein administrativer Verwaltungspunkt. Das ist für mich mehr Geld, was ich mit nach Hause nehme. Das macht Sinn.
37:59
Inga Bergen
Ihr wollt der Wandel sein zu einer besseren Primärversorgung. Ich hatte auch schon einen anderen Podcast dazu mit Julian Kleif von AVI Medical, die ein anderes Modell fahren. Wen das interessiert, also hört da mal rein. Das ist auch das, auch ein Podcast, da kriege ich auch super viel Feedback zu. Und wenn ich, ich halte ja auch viele Vorträge, und da ist dieses Thema, was gibt's für neue Konzepte in der Primärversorgung, in der ambulanten Versorgung, immer irgendwie ein Riesen-Aha-Erlebnis für viele Leute, die das hören, also selbst aus der Industrie, aus dem Gesundheitswesen, die das eben noch nicht wissen. Und deswegen freue ich mich total, dass du mir heute so ein bisschen Rede und Antwort gestanden hast. Und ja, 1.9. Stichtag, dann hoffen wir, drücken wir dir die Daumen, dass es auch klappt. Und das ist ja bei solchen Sachen manchmal schwieriger, wenn man richtig was hat, was Brick and Mortar ist als jetzt nur digital. Deswegen spannend bleibt es auf jeden Fall, Max. Und vielen, vielen, vielen Dank, vielen Dank für das interessante Gespräch und deine Zeit.
39:04
Inga Bergen
Wenn ihr mehr wissen wollt, findet ihr alle Links und Informationen auf www.visionäre-gesundheit.de. Visionäre mit AE. Wenn euch diese Folge gefallen hat, erzählt es gern allen Freunden und Bekannten. Und um nichts zu verpassen, abonniert unseren Podcast auf Spotify, Apple Podcast und Stitcher.





