{"id":824,"date":"2020-07-31T08:00:00","date_gmt":"2020-07-31T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/?p=824"},"modified":"2020-07-31T12:35:35","modified_gmt":"2020-07-31T10:35:35","slug":"the-future-is-now-die-entwicklung-der-telemedizin-im-wandel-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/the-future-is-now-die-entwicklung-der-telemedizin-im-wandel-der-zeit\/","title":{"rendered":"The Future is Now &#8211; Die Entwicklung der Telemedizin im Wandel der Zeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; ein Kommentar von Dr. Lara Maier &amp; Clarissa Tuchel&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"375\" src=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001.jpeg\" alt=\"Zeitachse zur Telemedizin\" class=\"wp-image-827\" srcset=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001.jpeg 750w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001-300x150.jpeg 300w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001-700x350.jpeg 700w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001-520x260.jpeg 520w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001-360x180.jpeg 360w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001-250x125.jpeg 250w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Telemedizin.001-100x50.jpeg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was lange w\u00e4hrt, wird endlich gut?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201cKeine Diagnose durch die Hose<\/em>\u201d lernen wir Mediziner bereits im Studium. Damit gemeint ist, dass jeder Diagnose eine Anamnese und k\u00f6rperliche Untersuchung vorangehen soll. Denn nur dann k\u00f6nnen \u00c4rzt*innen ein umfassendes Urteil f\u00e4llen. Auch pers\u00f6nlich glaube ich nicht, dass die digitale Interaktion grunds\u00e4tzlich ein pers\u00f6nliches Arzt-Patienten-Gespr\u00e4ch ersetzen kann. Zwar k\u00f6nnen teleradiologische Verfahren, sowie Video- und Foto-Konsultationen, den Alltag erleichtern, doch die unter Medizinern bis heute weit verbreitete Zur\u00fcckhaltung hatte, neben den regulatorischen und technischen Rahmenbedingungen, einen ebenso gro\u00dfen Einfluss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Werdegang der Telemedizin war daher kein einfacher. Man k\u00f6nnte ihren Start in Deutschland auch als durchaus holprig beschreiben. Wer vision\u00e4r an die Telemedizin, ihre disruptive Chance und ihren Mehrwert glaubte, brauchte einen langen Atem. So auch Katharina J\u00fcnger, Co-Founderin und CEO von TeleClinic. Schon 2015 gr\u00fcndete sie die TeleClinic mit dem Ziel, durch digitale Arztbesuche die Gesundheitsversorgung breitfl\u00e4chig, ja disruptiv zu verbessern. Doch es sollte sich herausstellen, dass sich ihr Engagement gelohnt hat.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Work in progress<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuvor wagte sich Deutschland zaghaft an das Thema heran. 2003 wurde der Beschluss zur Einf\u00fchrung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gefasst. Als ihre Geburtsstunde galt der damalige \u201cLipobay-Skandal\u201d, in deren Folge \u00fcber 50 Menschen weltweit an gesundheitsch\u00e4dlichen Wechselwirkungen eines Cholesterin-Senkers mit anderen Medikamenten verstarben. Mit einer eGK und automatisiert erfassten, digitalen Informationsfl\u00fcssen zwischen den behandelnden \u00c4rzt*innen versprach man sich &#8211; zurecht &#8211; Transparenz und eine bessere Patientenversorgung. Mit Verweis auf den Ausbau der Telematik-Infrastruktur oder die Entwicklung des e-Rezeptes (siehe hierzu auch unseren Faktencheck <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/faktencheck-mit-dr-lara-maier-wird-deutschland-durch-das-e-rezept-zum-vorreiter\/\">\u201cWird Deutschland durch das E-Rezept zum Vorreiter?<\/a>), kann man den Zustand auch 17 Jahre sp\u00e4ter noch als \u201cwork in progress\u201d bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Zukunftsaufgabe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2010 widmete sich der Deutsche \u00c4rztetag der Telelmedizin und verabschiedete einen \u201c12-Punkte-Plan\u201d. Dieser definierte, als \u201cVoraussetzung f\u00fcr gute Telemedizin\u201d, spezifische inner\u00e4rztliche und externe Faktoren. Immerhin beschrieb die Bundes\u00e4rztekammer die Telemedizin als \u201cZukunftsaufgabe der \u00c4rzteschaft\u201d und riet&nbsp;statt technischer Insell\u00f6sungen zu einem einheitlichen Weg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies m\u00fcndete 2015, also nun vor 5 Jahren, in einem weiteren Positionspapier, welches die \u201c\u00c4rztliche Position zu Einsatzgebieten telemedizinischer Patientenversorgung\u201d definierte. Wir erinnern uns, dieses Jahr war auch die Geburtsstunde der TeleClinic. Es hatte die Priorisierung der vielf\u00e4ltigen, komplexen Anwendungsm\u00f6glichkeiten der Telemedizin zum Ziel und stand ihr somit &#8211; teilweise zurecht &#8211; zwar wohlwollend, doch mit angezogener Handbremse gegen\u00fcber. Beispielsweise sollten telemedizinische Methoden rein <em>additiv<\/em> eingesetzt werden. Es war als Arzt also noch nicht m\u00f6glich, einen telemedizinischen Fokus in seiner Praxis zu setzen. Mit wissenschaftlich fundierten Wirksamkeitsnachweisen k\u00f6nnte theoretisch jedoch einen \u201egleichwertiger Einsatz&#8220; erm\u00f6glicht werden. Dabei seien \u201c\u00f6konomischen Interessen\u201d aber stets gegen die \u201cVersorgungsrealit\u00e4t\u201d abzuw\u00e4gen. Also keine ausschlie\u00dfliche Telemedizin und b\u00fcrokratische Bedenken.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Neue Versorgungsrealit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Sp\u00e4testens hier wurde es kompliziert <strong>mit<\/strong> und<strong> f\u00fcr die<\/strong> Bundes\u00e4rztekammer. Sie selbst statuiert: \u201cDie Abbildung im Regelverg\u00fctungssystem (&#8230;) ist problematisch, denn die neuartigen eHealth-Methoden stellen (teilweise) (&#8230;) v\u00f6llig neue Versorgungsprozesse dar\u201d.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gro\u00dfe Potenzial der telemedizinischen Methoden wurde mit der Qualit\u00e4tssteigerung durch Verbesserung der inner\u00e4rztlichen Kommunikation, der Arzt-Patienten-Beziehung und der Vorbeugung von Versorgungsl\u00fccken definiert. (Chapeau, dem k\u00f6nnen ich wir nur zustimmen.)&nbsp;In den folgenden Jahren wurden Fernbehandlungsverbote gelockert, der Health Innovation Hub des BMG gegr\u00fcndet <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/episode-24-dr-henrik-matthies\/\">(siehe auch unser Podcast mit Henrik Matthis, Managing Director des BMG<\/a>) und diverse Gesetze verabschiedet, um die grundlegende Weiterentwicklung der Telematik-Infrastruktur gemeinsam zu erm\u00f6glichen (interessante Einblicke dazu finden sich in unserem <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/epsiode6-gottfriedludewig\/\">Podcast mit Gottfried Ludewig<\/a>, Chef der Abteilung f\u00fcr Digitalisierung des Gesundheitswesens im BMG und <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/episode-7-prof-dr-med-sylvia-thun\/\">Sylvia Thun<\/a>). Auch der elektronische Medikationsplan ist seit 2020 fester Bestandteil der eGK, die elektronische Patientenakte (ePA) soll 2021 eingef\u00fchrt und das E-Rezept ab 2021 verpflichtend angeboten werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Und dann kam Corona<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Corona-Krise gilt nicht nur in Deutschland als ein \u201cDigital Health-Katalysator\u201d. Nicht jede akute Erkrankung ben\u00f6tigt eine ausf\u00fchrliche Konsultation und das Warten im Wartezimmer birgt auch Gefahren. Auch zeitliche Aspekte gewinnen in einer Pandemie an Relevanz. Somit gilt:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Social distancing in healthcare = Telemedizin.&nbsp;<\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem im Rahmen des Digitalen Versorgungsgesetzes im M\u00e4rz durch die KBV die (zeitlich begrenzte) Aufhebung der Begrenzungsregelung f\u00fcr Videosprechstunden beschlossen wurde, konnten \u00c4rzt*innen und Psychotherapeut*innen ihr telemedizinisches Angebot frei aus- beziehungsweise aufbauen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anbieter wie Selfapy TeleClinic und HelloBetter bekamen \u00fcber Nacht den lang ersehnten Aufschwung. <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/episode-2-nora-blum\/\">Gerne verweise ich hier auf unser Gespr\u00e4ch mit Nora Blum, Co-Founderin und CEO von Selfapy.<\/a> Doch auch Plattformen wie Caspar Health und Physiopraxen konnten seitdem VideoCalls f\u00fcr ihre Patient*innen nutzen und boten oftmals Ihre Angebote vor\u00fcbergehend kostenfrei an. Der Grundstein einer \u201evertrauensvollen eHealth-Basis\u201c wurde gelegt und dem medizinischen Personal wie auch den Patient*innen langsam die Ber\u00fchrungs\u00e4ngste genommen. Hierzu trugen auch eine Vielzahl von hochspezialisierten Pilot- und Forschungsprojekten in den letzten Jahren bei. Mit sogenannten \u201eintegrierten Versorgungskonzepten\u201c oder \u201cSmart Care Ans\u00e4tzen\u201d, die Videosprechstunden mit der Erfassung von Werten wie der Blutglukose oder Vitalparametern (also Remote Monitoring) und einer ePA kombinieren, k\u00f6nnen auch chronisch Kranke kontinuierlich, evidenzbasiert und reliabel \u00e4rztlich gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was denken Patienten und \u00c4rzte dar\u00fcber?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine deutschlandweite Befragung \u00fcber 2200 ambulant t\u00e4tiger \u00c4rzt*innen durch die Stiftung Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem health innovation hub beschreibt ein verhaltenes Meinungsprofil bez\u00fcglich der digitalen Praxis. Doch boten 2017 gerade einmal 1,8% eine Videosprechstunde an, so waren es 2020 \u00fcber 60%, die diesen Service bereits nutzen oder kurz vor der Implementierung standen. 94% davon hatten sich in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise mit der Thematik befasst.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"375\" src=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001.jpeg\" alt=\"Infografik zur Nutzung von Telemedizin\" class=\"wp-image-828\" srcset=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001.jpeg 750w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001-300x150.jpeg 300w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001-700x350.jpeg 700w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001-520x260.jpeg 520w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001-360x180.jpeg 360w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001-250x125.jpeg 250w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Infografik_Vorlage.001-100x50.jpeg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine ausschlie\u00dflich digitale Praxis k\u00e4me f\u00fcr die meisten nicht in Frage. Die H\u00e4lfte aller \u00c4rzt*innen sch\u00e4tzt den maximalen Nutzen bei einer Quote von 20% ein. Also: 80% analoges Wartezimmer, 20% digitale Sprechstunde. Ab einer Quote von &gt; 40% wird die Luft sehr d\u00fcnn, haupts\u00e4chlich begr\u00fcndet mit Skepsis gegen\u00fcber der (guten) Arzt-Patienten-Interaktion. Ein interessantes Detail: Weiterhin halten 24% den technischen und rechtlichen Aufwand f\u00fcr zu hoch, 21 % haben sich schlicht noch nicht mit der Thematik auseinandergesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nutzerfreundlichkeit wird zentral<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Meinungsbild ist hochaktuell angesichts des \u201cBrandbriefes\u201d der KBV an den <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/episode-27-jens-spahn-bundesminister-fuer-gesundheit-ueber-digitalisierung-und-innovation\/\">Bundesminister Herr Jens Spahn <\/a>und zeigt die bestehende Herausforderung, die \u00c4rzteschaft mitzunehmen, klar auf.&nbsp;<br>Das hih verzeichnete \u00fcber alle \u00c4rzt*innen hinweg eine relativ niedrige Bereitschaft zur regelm\u00e4\u00dfigen Nutzung von Telemedizin, w\u00e4hrend Psychotherapeut*innen ihr sehr offen gegen\u00fcber stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist zu erwarten, dass in naher Zukunft weitere Fachrichtungen, die sich schon heute sehr intensiv mit digitalen L\u00f6sungen wie z.B. DiGAs auseinandersetzen \u2013 oder besonders stark von Telemedizin profitieren k\u00f6nnen \u2013 offen mit Telemedizin auseinander setzen, w\u00e4hrend \u201atraditionellere\u2018 Fachrichtungen weiterhin skeptisch abwarten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem gegen\u00fcber stehen die neuesten Erhebungen einer Bitcom-Studie aus Patientensicht vom Juli 2020. Diese beurteilen die Videosprechstunde durchweg positiv, von 1000 Personen hatten 16% den Service genutzt und 45% konnten es sich \u201egut vorstellen\u201c. Patient*innen, die ein telemedizinisches Angebot genutzt hatten, \u00e4u\u00dferten sich stark bef\u00fcrwortend. \u00dcber 90% w\u00fcrden die Videosprechstunde weiterempfehlen, 56% f\u00fchlten sich beim digitalen Arzt\/der digitalen \u00c4rztin \u201egut aufgehoben\u201c und ausreichend ernst genommen. Die \u201eApp auf Rezept\u201c \u00fcberzeugt in ihrem Nutzen dagegen bisher nur 34%.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidender Faktor wird sein, wie einfach die Services zu nutzen sind. Das Erleben der Patient*innen ist dabei zentral, er steht im Mittelpunkt (<a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/prof-dr-jochen-werner\/\">Der \u201czentrale Patient\u201d wird auch im Gespr\u00e4ch von Herrn Professor Jochen Werner mit den Vision\u00e4ren diskutiert)<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was erwartet uns?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach z\u00f6gerlichen Start kann man wohl konstatieren, dass Deutschland auf einem guten Weg ist. \u201eWork in progress\u201c \u2013 wir bleiben dran! Es gibt viel aufzuholen, doch halten wir dem internationalen Vergleich stand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Markt bewegt sich und die ehemaligen Vision\u00e4re werden nunmehr auch von starken Investoren unterst\u00fctzt. Die schweizerische Zur Rose AG, deren <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/walter-oberhaensli\/\">CEO Walter Oberh\u00e4nsli<\/a> auch bereits zu Gast in unserem Podcast war, \u00fcbernahm beispielsweise vor Kurzem den Pionier TeleClinic.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Unternehmen rechnet damit, dass die Akzeptanz von Fernbehandlungen und von digitalen medizinischen Dienstleistungen weiterhin zunehmen wird. Die Symbiose mit digitalen Rezepten und Krankheitsbescheinigungen soll die Marktposition der Zur Rose AG st\u00e4rken. Aber auch neue Player dr\u00e4ngen mit integrierten Versorgungskonzepten auf den Markt und der CEO von \u201cSmartCare\u201d, Bernhard G\u00fcnther, sieht hier in der Zukunft&nbsp; spannende Kombinationsm\u00f6glichkeiten von Fernbehandlungen mit Remote Monitoring. So setzt sein Unternehmen SmartCare beispielsweise auf die Nutzung einer seit Jahren etablierten Telemedizinischen Plattforml\u00f6sung aus den USA und kombiniert diese mit einer aus Israel exklusiv eingef\u00fchrten und als Medizinprodukt zugelassenen SmartWatch names Bio-Beat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass die Anwendungsgebiete f\u00fcr Telemedizin breiter und komplexer werden und somit auch n\u00e4her am Alltag von Patient*innen und \u00c4rzt*innen andocken k\u00f6nnen. Gleichzeitig sind viele Vorarbeiten von Pionieren wie der Teleclinic erbracht worden und nicht jeder muss das Rad alleine neu erfinden. Starke Partnerschaften werden daher aller Voraussicht nach die n\u00e4chste Entwicklungsstufe der Telemedizin in Deutschland einl\u00e4uten und pr\u00e4gen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Telemedizin ist keine Vision mehr, sondern auf dem Weg dazu der neue Standard in der medizinischen Versorgung zu werden. Dies kann jedoch nur in einer Symbiose mit der direkten \u00e4rztlichen Betreuung von Patient*innen erfolgreich sein &#8211; also die digitale Unterst\u00fctzung des pers\u00f6nlichen Arzt-Patienten Kontaktes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quellen<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><a href=\"https:\/\/www.bundesaerztekammer.de\/fileadmin\/user_upload\/downloads\/pdf-Ordner\/Telemedizin_Telematik\/Telemedizin\/V-03_Entschliessung_Telemedizin.pdf\">https:\/\/www.bundesaerztekammer.de\/fileadmin\/user_upload\/downloads\/pdf-Ordner\/Telemedizin_Telematik\/Telemedizin\/V-03_Entschliessung_Telemedizin.pdf<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bundesaerztekammer.de\/fileadmin\/user_upload\/downloads\/pdf-Ordner\/Telemedizin_Telematik\/Telemedizin\/118-DAET_EVI07_Einsatzgebiete_Telemedizin.pdf\">https:\/\/www.bundesaerztekammer.de\/fileadmin\/user_upload\/downloads\/pdf-Ordner\/Telemedizin_Telematik\/Telemedizin\/118-DAET_EVI07_Einsatzgebiete_Telemedizin.pdf<\/a><\/p><p>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stiftung-gesundheit.de\/pdf\/studien\/aerzte-im-zukunftsmarkt-gesundheit_2020.pdf\">https:\/\/www.stiftung-gesundheit.de\/pdf\/studien\/aerzte-im-zukunftsmarkt-gesundheit_2020.pdf<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.kbv.de\/html\/1150_46688.php\">https:\/\/www.kbv.de\/html\/1150_46688.php<\/a><\/p><p>ht<a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/sites\/default\/files\/2020-07\/prasentation_digitalhealth2020.pdf\">tps:\/\/www.bitkom.org\/sites\/default\/files\/2020-07\/prasentation_digitalhealth2020.pdf<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Deutschlands-Patienten-fordern-mehr-digitale-Gesundheitsangebote?utm_content=buffer087eb&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=facebook.com&amp;utm_campaign=buffer\">https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Deutschlands-Patienten-fordern-mehr-digitale-Gesundheitsangebote?utm_content=buffer087eb&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=facebook.com&amp;utm_campaign=buffer<\/a><\/p><p>ht<a href=\"https:\/\/www.euro.who.int\/__data\/assets\/pdf_file\/0005\/419459\/Country-Health-Profile-2019-Germany.pdf?ua=1\">tps:\/\/www.euro.who.int\/__data\/assets\/pdf_file\/0005\/419459\/Country-Health-Profile-2019-Germany.pdf?ua=1<\/a>&nbsp;<\/p><p><a href=\"https:\/\/hih-2025.de\/here-to-stay-digital-health-in-times-of-covid-19-a-german-deep-dive\/\">https:\/\/hih-2025.de\/here-to-stay-digital-health-in-times-of-covid-19-a-german-deep-dive\/<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/digitales-gesundheitswesen.de\/vom-stammdatenabgleich-zur-patientenakte-der-plan-zur-einfuehrung-der-ti-anwendungen-im-ueberblick\/\">https:\/\/digitales-gesundheitswesen.de\/vom-stammdatenabgleich-zur-patientenakte-der-plan-zur-einfuehrung-der-ti-anwendungen-im-ueberblick\/<\/a><\/p><p>www.gtai.com<\/p><\/blockquote>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; ein Kommentar von Dr. Lara Maier &amp; Clarissa Tuchel&nbsp; Was lange w\u00e4hrt, wird endlich gut? \u201cKeine Diagnose durch die Hose\u201d lernen wir Mediziner bereits im Studium. 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