{"id":432,"date":"2019-12-03T05:31:00","date_gmt":"2019-12-03T04:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/?p=432"},"modified":"2019-12-02T21:32:26","modified_gmt":"2019-12-02T20:32:26","slug":"digitale-sterbebegleitung-faktencheck-von-dr-lara-maier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/digitale-sterbebegleitung-faktencheck-von-dr-lara-maier\/","title":{"rendered":"Digitale Sterbebegleitung &#8211;  Faktencheck von Dr. Lara Maier"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"375\" src=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001.jpeg\" alt=\"Infografik zu Sterbebegleitung \" class=\"wp-image-441\" srcset=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001.jpeg 750w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001-300x150.jpeg 300w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001-700x350.jpeg 700w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001-520x260.jpeg 520w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001-360x180.jpeg 360w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001-250x125.jpeg 250w, https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/DigitalesSterben.001.jpeg.001-100x50.jpeg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitale Sterbebegleitung \u2013 das Thema unserer Podcast-Folge mit <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/episode-09-kristina-wilms\/\">Kristina Wims<\/a> scheint auf den ersten Blick ungew\u00f6hnlich. Wer Bedarf dieser letzten Begleitung? Der Sterbende oder dessen Angeh\u00f6rige? Die richtige Antwort lautet: beide. Im Podcast geht es daher auch um das Thema Trauerbegleitung f\u00fcr Angeh\u00f6rige, nicht nur um die Sterbenden selbst. Denn Trauer und Sterben verdr\u00e4ngen wir in unserer heutigen Gesellschaft. Sie sind eher Nebenschauplatz, notwendige \u00dcbel, statt Teil unseres Lebens und Alltags. Doch geh\u00f6ren Sterben und der Tod zu unserem Leben, daher sollte auch Sterbebegleitung ein normaler Teil des Gesundheitssystems werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein kurzer Faktencheck<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sterbebegleitung wird in Deutschland station\u00e4r derzeit in 230 Zentren, ambulant in 1500 Stellen angeboten. Es gibt Bem\u00fchungen, das Versorgungsnetz weiter auszubauen. Zus\u00e4tzlich bestehen spezielle Angebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche sowie Palliativstationen und spezialisierte ambulante Paliativversorgung f\u00fcr Menschen, die unheilbar erkrankt sind. Im Jahr 2018 wurden 30.000 Sterbende bis zu ihrem Tod begleitet. In der Regel \u00fcbernimmt die Krankenversicherung unter Anrechnung der Leistungen der Pflegekasse einen Gro\u00dfteil der Kosten. Zum Beispiel wird eine Begleitung in einem ambulanten oder station\u00e4ren Hospiz \u00fcbernommen. Es bestehen Angebote wie der Hospizlotze.de, eine Plattform, die bei der Suche nach Begleitung hilft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Begleiter der Sterbenden kommen aus verschiedenen Personenkreisen, von geschultem medizinischen Fachpersonal (Palliativmediziner) bis zu Angeh\u00f6rigen, Freunden oder Therapeuten. Die engste Betreuung in der Phase kurz vor dem zu erwartenden Tod leistet in der Regel geschultes, ehrenamtliches Personal. Es ist wichtig, zu differenzieren, was Begleitung in diesem Kontext bedeutet. Denn es handelt sich dabei nicht um die K\u00f6rperpflege, sondern um den psychologischen Beistand.\u00a0Der Bedarf ist gro\u00df und die Anzahl der Bed\u00fcrftigen kann von den derzeit 120.000 Helfern nicht vollst\u00e4ndig gedeckt werden. Gerade die Angeh\u00f6rigen eines Verstorbenen k\u00f6nnen im Trauerprozess nicht immer ad\u00e4quat betreut werden. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind neben Personalmangel auch zeitliche Engp\u00e4sse oder fehlende Angebote in Wohnortn\u00e4he.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Digitales Sterben<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere ver\u00e4nderten Lebensbedingungen erfordern neue Ideen und L\u00f6sungen, auch zu den Themen Tod und Sterben. Daher macht es Sinn, auch die Frage des \u201eDigitalen Sterbens\u201c in Sozialen Medien zu l\u00f6sen und neue Plattformen anzubieten, um sowohl Sterbenden, als auch Trauernden einen Raum und Souver\u00e4nit\u00e4t zu geben. Digitale L\u00f6sungen k\u00f6nnen hier unterst\u00fctzend eingreifen. Die Trauer um einen nahestehenden Menschen w\u00e4hrend oder nach dessen Tod durchl\u00e4uft verschiedene Phasen: von \u201enicht-wahrhaben-wollen\u201c \u00fcber Wut zu Akzeptanz des Unvermeidlichen. Digitale L\u00f6sungsans\u00e4tze k\u00f6nnten eine psychologischen Betreuung \u00e4hnlich wie bei g\u00e4ngigen \u201eMental Health\u201c-Apps sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die digitale Welt, in der wir uns bewegen, ist dominierend eine von Glamour von Selbstdarstellung. \u201eSoziale Medien\u201d setzen sich in Szene, doch sind die schmerzhaften, ehrlichen, ernsten Themen selten im Fokus. Digitale Trauer- und Sterbebegleitung widmet sich genau dieser Herausforderung und beleuchtet damit das m\u00f6gliche Spektrum, das in \u201eDigital\u201c wirklich steckt. Nicht nur Pr\u00e4vention, Gesundheit und das ewige Leben \u2013 auch dem Tod, der Angst und Trauer kann dadurch ein Raum gegeben werden und Menschen werden unterst\u00fctzt oder verbunden, gerade weil sie sich im Prozess des Abschieds befinden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quellen: <a href=\"https:\/\/www.dhpv.de\/service_zahlen-fakten.html\">https:\/\/www.dhpv.de\/service_zahlen-fakten.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitale Sterbebegleitung \u2013 das Thema unserer Podcast-Folge mit Kristina Wims scheint auf den ersten Blick ungew\u00f6hnlich. Wer Bedarf dieser letzten Begleitung? Der Sterbende oder dessen Angeh\u00f6rige? Die richtige Antwort lautet: beide. 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