{"id":2925,"date":"2026-01-22T10:29:35","date_gmt":"2026-01-22T09:29:35","guid":{"rendered":"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/?p=2925"},"modified":"2026-01-28T13:07:54","modified_gmt":"2026-01-28T12:07:54","slug":"maud-pennaneach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/maud-pennaneach\/","title":{"rendered":"Maud Pennaneach \u00fcber Produktentwicklung im Gesundheitswesen \u2013 wie Doctolib Praxissoftware konsequent nutzerzentriert entwickelt"},"content":{"rendered":"<div><script id=\"letscast-player-1f2544fd\" src=\"https:\/\/letscast.fm\/podcasts\/visionaere-der-gesundheit-3795aea0\/episodes\/maud-pennaneach-ueber-produktentwicklung-im-gesundheitswesen-wie-doctolib-praxissoftware-konsequent-nutzerzentriert-entwickelt\/player.js\"><\/script><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Folge des Podcasts <strong>Vision\u00e4re der Gesundheit<\/strong> spricht Gastgeberin <strong>Inga Bergen<\/strong> mit <strong>Maud Pennaneach<\/strong>, Vice President Product bei <strong>Doctolib<\/strong>. Im Mittelpunkt des Gespr\u00e4chs steht die Frage, wie moderne Praxissoftware entstehen kann, die den Alltag von \u00c4rzt:innen, MFA und Patient:innen wirklich entlastet \u2013 und welche Rolle Produktentwicklung, Nutzerzentrierung und K\u00fcnstliche Intelligenz dabei spielen.  Das Gespr\u00e4ch bietet einen seltenen Einblick in die reale Produktentwicklung im Gesundheitswesen. Es zeigt, wie aus Nutzerbeobachtung, technologischer Innovation und jahrelanger Detailarbeit eine Praxissoftware entsteht, die echte Entlastung verspricht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maud Pennaneach ist Vice President Product bei Doctolib und verantwortet dort die Entwicklung der L\u00f6sungen f\u00fcr medizinische Fachkr\u00e4fte. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Praxissoftware und darauf, digitale Produkte so zu gestalten, dass sie den komplexen Alltag in Arztpraxen realistisch abbilden. Urspr\u00fcnglich aus Frankreich stammend, arbeitet Maud Pennaneach seit mehreren Jahren intensiv am deutschen Gesundheitsmarkt. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie \u00fcber vier Jahre hinweg eine neue, vollst\u00e4ndig integrierte Praxissoftware aufgebaut \u2013 von der ersten Idee bis zum produktiven Einsatz in echten Praxen. Ihr Anspruch: Technologie soll nicht zus\u00e4tzlich belasten, sondern konkret Zeit sparen, Stress reduzieren und die Versorgung verbessern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangspunkt: Ein Gesundheitssystem am Wendepunkt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn des Gespr\u00e4chs macht Maud Pennaneach deutlich, warum das Thema Praxissoftware heute so relevant ist. Der Versorgungsbedarf steigt seit Jahren, gleichzeitig herrscht Fachkr\u00e4ftemangel und enormer administrativer Druck. \u00c4rzt:innen und MFA verbringen t\u00e4glich viele Stunden mit Dokumentation, Abrechnung und Koordination. Genau hier setzt die Produktvision von Maud Pennaneach an: Technologie soll sowohl der Gesundheit der Menschen als auch der \u201eGesundheit des Systems\u201c dienen. Der Anspruch lautet nicht Digitalisierung um der Digitalisierung willen, sondern echte Entlastung im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Idee hinter der neuen Doctolib-Praxissoftware<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dieser Problemstellung heraus entstand eine All-in-One-L\u00f6sung, die den gesamten Patient Journey abdeckt \u2013 ohne Medienbr\u00fcche. Maud Pennaneach beschreibt, dass Termine, digitale Anamnese, klinische Dokumentation, Abrechnung und Nachbereitung in einem System zusammenlaufen. Ziel war es, ein Produkt zu entwickeln, das selbst von neuen MFA intuitiv genutzt werden kann, ohne st\u00e4ndig zwischen verschiedenen Programmen wechseln zu m\u00fcssen. Benutzerfreundlichkeit und durchg\u00e4ngige Workflows standen dabei von Anfang an im Fokus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zeitgewinn durch Automatisierung und KI<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zentrales Thema im Gespr\u00e4ch mit Inga Bergen ist der konkrete Zeitgewinn durch Digitalisierung. Maud Pennaneach erl\u00e4utert, dass Praxen durch die Automatisierung administrativer Aufgaben bis zu 20 Stunden pro Woche sparen k\u00f6nnen \u2013 perspektivisch sogar 10 Stunden allein durch KI-Assistenten. Besonders untersch\u00e4tzt werde, wie viel Zeit t\u00e4glich f\u00fcr Formulare, Nachfragen und Nachdokumentation verloren geht. Genau hier sieht Maud Pennaneach enormes Potenzial f\u00fcr spezialisierte, zertifizierte KI-L\u00f6sungen im Gesundheitswesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die KI-Assistenten: Telefon, Sprache und Abrechnung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maud Pennaneach stellt im Detail drei KI-Assistenten vor, die bereits in der Praxissoftware integriert sind. Der KI-Telefonassistent \u00fcbernimmt rund um die Uhr eingehende Anrufe, erkennt Anliegen wie Terminw\u00fcnsche oder Rezeptanfragen und fasst diese strukturiert f\u00fcr das Praxisteam zusammen. Dadurch entfallen bis zu 60 % der telefonischen Unterbrechungen, ohne dass Anfragen verloren gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erg\u00e4nzt wird dies durch einen KI-Sprachassistenten, der w\u00e4hrend der Behandlung mith\u00f6rt, relevante medizinische Informationen filtert und automatisch strukturiert dokumentiert \u2013 inklusive Diagnosen und korrekter Terminologie. Der dritte Baustein ist der KI-Abrechnungsassistent, der durch tausende Abrechnungsregeln navigiert und passende Ziffern vorschl\u00e4gt. Ziel ist es, den Dokumentationsaufwand am Tagesende drastisch zu reduzieren, ohne die \u00e4rztliche Kontrolle aus der Hand zu geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Koordination im Praxisalltag neu gedacht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben KI spielt auch die interne Organisation eine gro\u00dfe Rolle. Maud Pennaneach beschreibt Funktionen wie den Patient Navigator, mit dem sich auf einen Blick erkennen l\u00e4sst, wo sich Patient:innen im Behandlungsprozess befinden. Erg\u00e4nzt wird dies durch einen intelligenten Task Manager, der Aufgaben strukturiert erfasst, sowie durch Doctolib Connect als internes Kommunikationswerkzeug. Zusammen ersetzen diese Funktionen Zettelwirtschaft, Zurufe und parallele Systeme \u2013 und senken sp\u00fcrbar den Stress im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Produktentwicklung aus der Praxis heraus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders spannender Teil des Gespr\u00e4chs dreht sich um die Frage, wie eine so komplexe Software \u00fcberhaupt entwickelt werden kann. Maud Pennaneach betont, dass ihr Team unz\u00e4hlige Stunden direkt in Praxen verbracht hat. Unterschiedliche Fachrichtungen, Praxisgr\u00f6\u00dfen und Arbeitsweisen mussten verstanden werden. Hinzu kamen regulatorische Anforderungen, Zertifizierungen und Abrechnungsvorgaben. In Workshops mit MFA und \u00c4rzt:innen wurden komplette Workflows mit Post-its nachgebaut, analysiert und iterativ verbessert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcberraschungen, Lernkurven und der Moment der Gewissheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz jahrelanger Vorbereitung gab es immer wieder \u00dcberraschungen. Maud Pennaneach erz\u00e4hlt, dass neue Gespr\u00e4che mit Nutzer:innen regelm\u00e4\u00dfig zus\u00e4tzliche Sonderf\u00e4lle offenbarten, die ber\u00fccksichtigt werden mussten. Der entscheidende Moment kam mit der Pilotphase: Als die erste Praxis vollst\u00e4ndig migriert wurde und das System im Echtbetrieb lief, wurde aus Theorie Realit\u00e4t. Das direkte Feedback der Nutzer:innen best\u00e4tigte, dass die Richtung stimmt \u2013 auch wenn es weiterhin Optimierungsbedarf gibt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Agilit\u00e4t statt Perfektion<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zentraler Erfolgsfaktor ist laut Maud Pennaneach die Geschwindigkeit. Feedback aus Praxen flie\u00dft direkt in die Weiterentwicklung ein, Verbesserungen werden oft innerhalb weniger Wochen live geschaltet. Diese Agilit\u00e4t erleben viele Nutzer:innen als echten Kulturwandel im stark regulierten Gesundheitswesen. Nicht Perfektion beim Launch z\u00e4hlt, sondern kontinuierliche Verbesserung im Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Blick nach vorn: KI als Schl\u00fcssel f\u00fcr bessere Versorgung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss blickt Maud Pennaneach nach vorn. Sie ist \u00fcberzeugt, dass KI k\u00fcnftig einen Gro\u00dfteil administrativer Aufgaben \u00fcbernehmen kann. Gleichzeitig sieht sie gro\u00dfes Potenzial darin, medizinisches Wissen, Studien und Patientendaten intelligent zusammenzuf\u00fchren. Voraussetzung daf\u00fcr bleibt jedoch saubere, strukturierte Daten. Gelingt das, kann KI nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Qualit\u00e4t der Versorgung nachhaltig verbessern.<\/p>\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8485\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2925-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/media.blubrry.com\/visionaeredergesundheit\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/0423MaudPennaneach.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/media.blubrry.com\/visionaeredergesundheit\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/0423MaudPennaneach.mp3\">https:\/\/media.blubrry.com\/visionaeredergesundheit\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/0423MaudPennaneach.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"https:\/\/media.blubrry.com\/visionaeredergesundheit\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/0423MaudPennaneach.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/?powerpress_pinw=2925-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/media.blubrry.com\/visionaeredergesundheit\/visionaere-gesundheit.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/0423MaudPennaneach.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"0423MaudPennaneach.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/2JK6tzt07IhXJP841qtjED?si=rSZ9jSKwSkeLgyc-rGsgjw\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_spotify\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe on Spotify\" rel=\"nofollow\">Spotify<\/a> | <a href=\"https:\/\/tunein.com\/podcasts\/Science-Podcasts\/Visionare-der-Gesundheit-p1251581\/\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_tunein\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe on TuneIn\" rel=\"nofollow\">TuneIn<\/a> | <a href=\"https:\/\/visionaere-gesundheit.de\/en\/feed\/podcast\/\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Folge des Podcasts Vision\u00e4re der Gesundheit spricht Gastgeberin Inga Bergen mit Maud Pennaneach, Vice President Product bei Doctolib. 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